Wie als Unternehmen in der Corona-Krise verhalten

Wir ersparen Ihnen marketinggeprägte Nutzung dieses Themas anhand „spezieller“ Beratungsaufträge. Daher wird dieser Beitrag keinerlei Social Media-Posting/Teilung erhalten, sondern ist lediglich jenen Lesern bestimmt, die es tatsächlich interessiert.

Da es genug Meinungsprägung darüber gibt, möchten wir es nur aus zwei Betrachtungsweisen angehen. Zum Einen möchten wir Ihnen den besten Artikel zu diesem „Reizwort des Jahres“ empfehlen, den wir darüber gelesen haben, weil er weder Panikmache, noch Verschwörungstheorien verwendet, sondern eine wunderbar nützliche, förderliche Haltung. Vielleicht schaffen Sie allein damit bei dem einen oder anderen Mitarbeiter einen positiven Fokus.

Besagter Artikel stammt von dem Zukunftsforscher und Visionär Matthias Horx.
Er befasste sich mit dem Fokus: >> Die Welt nach Corona.

Zum Anderen ein paar Worte darüber abgeben, wie wir persönlich eine mögliche Handlungsweise empfehlen. Selbstverständlich erhebt sie keinerlei Anspruch auf Wahrheit oder gar Rechtsgültigkeit. Täglich verändern sich die Informationen und damit sämtliche Gegebenheiten.

Informationsfluss zum Corona im Unternehmen

Sofern Sie nicht bereits eine dafür zuständige Informationsabteilung einsetzen, empfehlen wir Ihnen, Ihre Mitarbeiter mit ins Boot zu holen. Teilen Sie mit, dass Sie die hohe Informationsflut besser zu koordinieren beabsichtigen, damit sich nicht jeder Einzelne permanent zwischen all den Falschmeldungen und Irrgängen innerhalb des Betriebes und als Mitbürger unserer Nation überfordert fühlt. Zahlreiche Betriebe leiden gerade an dem Problem unklarer und sich widersprechender Aussagen innerhalb der Abteilungen. Das verstärkt das hohe Frust- und Hilflosigkeitsgefühl.

Dies wäre nebenbei nun eine Chance, neue Stärken bisher zurückhaltender oder noch nicht in ihrer vollen Größe erkannter Mitarbeiter emporzuheben. Suchen Sie offiziell nach einem Ansprechpartner, der diese hoch verantwortliche Aufgabe übernimmt (Zeitfenster nicht nebenbei erwarten, sondern zur Verfügung stellen!). Je nach Mitarbeiteranzahl können Sie auch die Möglichkeit anbieten, anonymisierte Vorschläge abzugeben, wer denn unter den Kollegen dafür in Frage käme. Wer wird respektiert, handelt bedacht, loyal und reflektiert, sowie verfällt nicht dem erstbesten Schmarrnvideo der Hobbyvirologen und hat kommunikative Fähigkeiten?

Vielleicht spielen Sie eh schon länger mit dem Gedanken, einen bestimmten Mitarbeiter in Ihrem Haus für eine verantwortungsvollere Position anzuheben. Dies ist eine hervorragende Möglichkeit, in der Umsetzung einer solchen Aufgabe vorzufühlen.

Wie auch immer Sie es angehen, sollte hier die Information im Vordergrund stehen und der dafür eingesetzte Charakter die EINZIGE Ansprechperson zu diesem Thema werden. Diese Person sucht und filtert die Informationen inkl. hilfreicher Anlaufstellen und ist die einzig Befugte, per Verteiler oder an einem fixen Onlineplatz Ihres Intranets über Neuigkeiten zu informieren. Niemand anders (auch Sie nicht!). Selbstverständlich in enger Absprache mit Ihnen.

Geben Sie dieser Person auch eine ethische Verantwortung und zu Ihnen und Ihrem Betrieb passende, aber förderliche und motivierende Grundhaltung an die Hand (beispielsweise obigen verlinkten Artikel).

Förderung neuer Wege

Eine Erweiterung dieser Person (oder Umsetzung über Arbeitskreise) kann die klare Ansage sein, dass neue Wege ausdrücklich willkommen sind. Teilen Sie Ihren Leuten mit, wie sehr Sie überzeugt sind, das schaffen zu werden und dass Sie zu diesem Zweck auch bereit sind, neue Ideen zu fördern, beispielsweise die Bildung von Unterstützungsgemeinschaften.

Wenn Sie es im Kreuz haben, könnten Sie einen Teil Ihres Stammes für ehrenamtliche Gesuche in Ihrer Gemeinde „spenden“. Bevor Ihre Leute taten- und hoffnungslos bei Ihnen oder Zuhause herumsitzen, helfen Sie i/Ihnen dabei, sich unter Einhaltung der jeweils gültigen Regeln am Ort zu beteiligen und zu einer gesunden Gemeinschaft beizutragen. Dies wird für den Moment Ihre Verluste nicht ersetzen, kann aber das Zünglein der Wahrnehmungswaage bringen und wird Ihrem guten Ruf ein wenig Erneuerungsholz in die Herzen feuern.

Vor allem aber würde dies ihrem Team Zuversicht und Vertrauen zeigen.

Anregungen zur Nutzung der Zwangspause

  • Ihre IT plant schon länger ein Software-Release oder andere Testläufe neuer Software?Prima. Ideale Zeit dafür.
  • Die Wände Ihrer Firma sind schmutzig geworden im Laufe der Jahre, abgegriffen und fad?Je nach Größe Ihres Hauses haben vielleicht einige kreativere Mitarbeiter Lust, den Räumen eine neue Gestaltung zu verpassen.
  • Kennen Sie diese unzählig vollen Postfächer, die im Geschäftsalltag nicht nur unnötige Zeit wegen viel zu langer Suchphasen kosten, sondern auch unserer Umwelt schaden, weil es dafür viel zu viel unnötige Server benötigt, die das alles speichern müssen?
    Es ist etwas Lästiges, Zeitraubendes inmitten aller Alltagspflichten. Niemand hat je Ruhe dafür, viele hätten sie gern einmal … Sicher ahnen Sie, was wir sagen wollen :-).
  • Falls nicht von haus aus im System bereits üblich, möglicherweise einen Ihrer IT-Leute dafür einteilen, Homeoffice-Rechner bereit zu stellen und/oder das Personal dahingehend einzuweisen und ihnen auf Wunsch bei der Einrichtung/Nutzung daheim zur Seite zu stehen.
  • Senden Sie eine Umfrage, was aus Sicht der Mitarbeiter schon lange einmal angedacht war, sich aber nie die Zeit dafür fand.
  • Sammeln Sie bisher nicht genutzte Fähigkeiten und Kenntnisse Ihrer Teams für die Weitergabe ihres Wissens. Dort wo genügend große Abstände nicht realisierbar sind, gibt es immer noch die Möglichkeit, Onlinetrainings draus zu machen. Je nach Kenntnisreife Ihrer Leute schlichtweg den Seminarraum filmen und als Videoeinheiten hochladen oder über gängige Webinaranbieter realisieren. Eine ideale Gelegenheit, das Team hinsichtlich aktueller Onlineentwicklungen stressfrei auf den neuesten Stand zu bringen und mittelfristig sogar neue Vertriebskanäle zu eröffnen.
  • Testen Sie neue Arbeitszeitmodelle. Unglaublich viele Betriebe sperren sich noch immer gegen Teilzeit- und Homeofficekonzepte. Nicht selten aufgrund mangelnden Vertrauens. Falls dies bei Ihnen zutrifft, empfehlen wir von haus aus externe Unterstützung zur professionellen Reflexion, woran es in Ihrem Hause hakt. Skepsis kommt nicht aus der Luft und hat immer eine Ursache. In den meisten Fällen behebbar. Vor allem auch hinsichtlich Mitarbeiterzufriedenheit (und damit -produktivität!) nicht unwesentlich.
    Wenn neuen Modellen aus Ihrer Sicht allerdings nichts im Wege steht, wäre beispielsweise denkbar, dass sich Eltern je eine Stelle vor- und nachmittags oder Mo-Mi und Mi-Fr teilen. Wäre das bei mehreren Arbeitgebern/-plätzen selbstverständlich, könnte die Mutter einer Familie den Vormittag und der Vater in seiner Firma den Nachmittag abdecken. Die beiden Inhaber dieser einen Stelle, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zu zweit in der jeweiligen Hälfte ihrer Arbeitszeit wesentlich produktiver arbeiten, als wenn dies einer allein in Vollzeit wäre. Studien haben erwiesen, dass Menschen mit kürzerer Arbeitszeit nicht weniger Leistung bringen, jedoch wesentlich zufriedener mit Job und Leben sind. Ist das nicht Anregung genug, einen mutigen Schritt zu wagen? Vielleicht gar auf diese Weise, eine gesunde Lohnerhöhung vollziehen. Testen Sie es. Diese Zeit ermöglicht Ihnen genau das auf noch unverbindliche Weise!

Mit vielen Grüßen aus dem Chiemgau, wünschen wir Ihnen, dass Sie, Ihre Teams und Familien gesund bleiben und als Unternehmen keinen nachhaltigen Schaden davon tragen, sondern gestärkt weiter machen!

Ihre Chiemgauberater
Tanja Falge

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