Mitarbeiter begleiten bei Firmentabus

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Persönliche und gesellschaftliche Tabus stellen, von rechtlich immer schwierigeren Rahmenbedingungen abgesehen, in Personalabteilungen ein echtes Problem dar. Die Krankheitsquoten steigen, aber auch alle Indexes unzufriedener und unproduktiver Mitarbeiter.

Wo ansetzen, wenn bestimmte Bedarfsfelder (bspw. Übergewicht, Alkohol, Depressionen, u.v.a.m.) das Vorsetzen von Erfolgsvorbildern weniger als beabsichtigte Motivation, sondern als Backpfeife der Verständnislosigkeit empfinden werden.

Betriebliches Gesundheitsmanagement sollte an jenen Punkten greifen, die in der Lage sind, Mitarbeiter dort abzuholen, wo sie sich persönlich befinden, um nicht zuletzt etwaige dringende medizinische und therapeutische Handlungsfelder zu erkennen.

Dies kann in Form von internen Ansprechpartnern oder externen Einzelcoachings und themenbezogenen Gruppentrainings erfolgen.

Mitarbeiter, die einen festen Ansprech- und Vertrauenspartner an die Hand bekommen, mit dem Sie bestimmte Stolpersteine ihres Lebens reflektieren können, laufen weniger Gefahr auf die schiefe Bahn zu geraten bzw. rechtzeitig wieder aufgefangen zu werden. Solche fühlen sich wichtig und wertgeschätzt und werden dies Ihrem Unternehmen zurück geben. Ein Engagement in diese Richtung macht sich nicht unmittelbar sichtbar bezahlt. Jedoch langfristig um so nachhaltiger.

Handlungsempfehlung

Zunächst möchten wir betonen, dass uns selbstverständlich vollkommen bewusst ist, dass jede betriebliche Situation ebenso individuell einzigartig ist wieder jeder Mensch an sich. Daher können wir an dieser Stelle ohne jeglicher Detailkenntnisse nur eine sehr allgemeine Empfehlung abgeben.

Eine mögliche Einbindung unserer Hilfe greifen wir im Anschluss auf.

  1. Der erste Schritt ist eine Grundsatzentscheidung:
    Möchten Sie (oder haben bereits) Ihren Mitarbeitern ein festes Programm/Budget einräumen, das auch ohne besondere Vorkommnisse oder Auffälligkeiten, Ihre Wertschätzung unterstreicht und in regelmäßigen Abständen Mehrwerte bietet? Oder sehen Sie sich aktuell nur in der Lage/bereit, Mitarbeiter in Notlagen Unterstützung anzubieten?
  2. Ansprechpartner liefern
    In der Kommunikation abweichend von dieser ersten Entscheidung, können Sie Ihren Teams mitteilen, welche Form von Unterstützung Sie anbieten und wo Ihre Mitarbeiter vertraulich Hilfe erwarten/einholen können. Dies kann eine reine Zusammenstellung nützlicher Online- und Offline-Therapieangebote, Selbsthilfegruppen, Internetadressen und Büchern sein oder eben die Benennung einer intern entsprechend geschulten und bei Bedarf freigestellten Vertrauensperson sein (Achtung, Betriebsrat einbinden und Rechts- sowie Steuerfachleute hinzuziehen!).
  3. Informationsbeispiele zur Verfügung stellen
    Unabhängig Ihrer Grundsatzentscheidung über die Art und Höhe Ihrer Unterstützung, empfehlen wir Ihnen in jedem Fall, die typischen Problem- und Tabufelder namentlich aufzugreifen und je nach Schulungsgrad von Ihren Führungskräften ansprechen oder sogar Workshops geben zu lassen, so dass nach einer typischen Annäherungs-, Vertrauensbildungs- und Eingewöhnungszeit jedem Mitarbeiter klar ist, an welcher Stelle er unbeobachtet und anonym nachlesen/recherchieren bzw. weitere Hilfe anbahnen kann.
  4. Evaluation
    Schon allein die Privatsphäre und der Datenschutz Ihrer Mitarbeiter macht jegliche Erfolgsauswertung zunichte und menschlich sowie ethisch und rechtlich keinen Sinn. Allerdings empfehlen wir Ihnen alle jetzt schon erhobenen allgemeinen Daten wie Krankenstände und Produktivitätskennziffern VOR einer solchen neuen Vorgehensweise explizit per Datum festzuhalten und auf diese Weise den langfristigen Nutzen nachvollziehen und dokumentieren zu können.
    Auch eine Mitarbeiterzufriedenheitsanalyse im Vorfeld ist sehr empfehlenswert.

Hilfe der Chiemgauberater

Gern begleiten wir Ihr Unternehmen dabei, bestimmte Tabuthemen als auch die klassische Mitarbeiterunterstützung durchzuführen.

Dies können einzelne Mitarbeitertrainigs sein oder aber auch eine regelmäßige Anwesenheit für individuelle und vertrauliche (!) Mitarbeitercoachings.

Darüber hinaus bietet es sich an, für Einzelpersonen oder ganze Abteilungen eine Persönlichkeitstestung vorzunehmen. Ein solcher Test ist für Ihre Mitarbeiter eine hervorragende Möglichkeit, mehr über sich selbst, eigene Verhaltensweisen und Stolpersteine, als auch über jene der Kollegen zu erfahren.

Fragen?

Herzlich gern. Sie erreichen uns über unser Kontaktformular. Schreiben Sie uns gern Ihr Anliegen, Ihre Erreichbarkeiten und bevorzugte Kommunikationsform.

Ihre Chiemgauberater